 Das erste Drittel der Seite 15 Ihres Mutterpasses gibt Auskunft über die Abschlussuntersuchung (Epikrise)! Im Mutterpass sind nochmals zusammenfassend das Alter der Mutter, der Familienstand, die Staatsangehörigkeit sowie die Anzahl der Schwangerschaften und die Geburten festgehalten.
Ebenfalls erfahren Sie hier weitere Zusammenfassung über die Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen, die erste erfolge Schwangerschaftsuntersuchung und evtl. Krankenhausaufenthalte. Im Mitteldrittel werden Informationen zur Geburt zusammenfassend festgehalten, wie z. B. das Geburtsdatum, Gewicht und Länge bzw. Kopfumfang und weitere Besonderheiten. Die erfolgten Untersuchungen des Babys werden hier ebenfalls dokumentiert.
Der Geburtsmodus beschreibt, wie (auf welche Art) das Kind entbunden wurde. Z. B. durch Spontangeburt (sp) – eine vaginale Entbindung ohne operativen Eingriff, oder durch Sectio (S) = Kaiserschnitt.
Die Geburtslage gibt Auskunft darüber, wie Ihr Baby zum Zeitpunkt der Entbindung im Bauch der Mutter lag. Z. B. mit dem Becken nach unten (= BEL für Becken-Endlage), oder aber mit dem Kopf zuerst, was als Schädellage (SL) bezeichnet wird. Eine dritte Möglichkeit ist, dass Ihr Baby quer im Geburtskanal liegt. Dies bezeichnet man in Fachkreisen als Querlage (QL).
Apgar-Zahl: Umgehend nach Geburt Ihres Kindes wird ein Apgar-Test durchgeführt. Dieser wurde im Jahr 1953 von der New Yorker Narkoseärztin Dr. Virginia Apgar entwickelt. Durch diesen Test wird der Zustand des Neugeborenen im Detail möglichst genau erfasst. Die Ergebnisse des Tests geben Aufschluss darüber, wie Ihr Kind die Geburt überstanden hat. Wie gut es den Anpassungsprozess bewältigt und ob es sich nach (evtl. anfänglichen?) Schwierigkeiten schnell erholt. Im Test werden 5 Lebensfunktionen untersucht. Jede dieser Lebensfunktionsuntersuchungen wird im Einzeltest untersucht und benotet. Die Benotung erfolgt von 0 bis 2. Die Noten werden am Ende des Testes zum Ergebnis zusammengezählt.
8 Punkte und mehr bedeuten, dass es Ihrem Baby gut bis sehr gut geht. Eine Bewertung unter 7 Punkten lässt die Vermutung auf eine (meist vorübergehende) Störung zu.
Der Apgar-Test wird nach ca. 5 und danach nochmals nach ca. 10 Minuten wiederholt. Hat Ihr Baby beim ersten Test im Ergebnis weniger als 4 Punkte, so muss sofort eine Behandlung eingeleitet werden.
Außer dem Apgar-Test wird zudem eine Blutuntersuchung Ihres Kindes veranlasst. Hier wird der pH-Wert bestimmt. Aus der Nabelschnur-Arterie entnimmt der Arzt etwas Blut und testet den Säuregrad. Falls es nötig erscheint, wird das Baby mit Sauerstoff versorgt.
Im letzten Drittel dieser Seite sind zusammenfassende Informationen zum Thema Wochenbett vermerkt, wenn es zu Komplikationen kommt. Am Tag Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus werden Sie ebenso wie ca. 6 – 8 Wochen nach Geburt nochmals untersucht. Ihr Arzt prüft die Rückbildung der Gebärmutter und ob evtl. vorhandene Geburtsverletzungen (z. B. ein Dammriss) auf dem Weg der Heilung sind. Die Ergebnisse werden ebenfalls im Mutterpass eingetragen.
Im Coombs-Test wird untersucht, ob das Kind Antikörper im Blut hat.
© babypartner, 2006
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