Es gibt zahlreiche Gründe, weshalb es zu einer Frühgeburt kommen kann. Eine mögliche Ursache ist eine nicht erkannte Infektion der Scheide. Bemerkbar macht sich diese Entzündung durch die Veränderung des pH-Wertes. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt, kann sie unproblematisch für Sie und Ihr ungeborenes Kind behandelt werden. Eine Frühgeburt wird so häufig vermieden.
Zum Zweck der Früherkennung entwickelte Prof. Dr. Erich Saling, Leiter des Instituts für Perinatale Medizin in Berlin, ein Selbstvorsorge-Programm für Schwangere und dafür einen speziellen Testhandschuh. An dessen Zeigefinger ist ein kleiner Teststreifen (0,5 Quadratzentimeter) angebracht. Anhand der Verfärbungen dieses Streifens nach der Messung in der Scheide wird der pH-Wert ermittelt. Wenn die Schwangere wiederholt einen erhöhten pH-Wert festgestellt hat, wird die Frauenärztin / der Frauenarzt über eine mögliche Behandlung entscheiden.
Diese Methode wurde in wissenschaftlichen Studien erfolgreich angewandt. Die Rate der

Frühgeburten, konnte bei den Teilnehmerinnen, die Ihren pH-Wert regelmäßig mit dem Handschuh gemessen haben, erheblich gesenkt werden.
Erste Ergebnisse aus KKH-Modellprojekt liegen vor: Selbsttest für Schwangere hilft, Frühgeburten zu vermeiden
Vortrag zum Thema Frühgeburten -
lesen Sie erste Ergebnisse (57. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg)
Quelle und Bilder: KKH, Hannover 2008