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Intensivstation für Eritrea


Eine Neugeborenen-Intensivstation für Eritrea!
HELIOS spendet Medizintechnik für ein Hilfsprojekt 

Berlin-Buch, den 14. Juli 2008. Das HELIOS Klinikum Berlin-Buch überlässt einem Hilfsprojekt in Eritrea fast eine komplette Neugeborenen-Intensivstation. Oberarzt Dr. Andreas Höck aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin übergab die Geräte der Kinderärztin Dr. Barbara Uebe, die sich ehrenamtlich für das „Hammer-Forum“ engagiert. Die weltweit tätige Hilfsorganisation („Humanitäre medizinische Hilfe für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten“) baut in Eritrea eine Neugeborenen-Intensivstation auf.

„Wir können die Geräte für unser Projekt sehr gut gebrauchen“, freuen sich Dr. Barbara Uebe und Dr. David Szekessy über die gespendete Medizintechnik. Die an der Charité-Mitte tätigen Neonatologen unterstützen seit 2003 das Hilfsprojekt und waren mehrfach in dem afrikanischen Staat. Die beiden Kinderärzte werden den Transport der Geräte, darunter elf Inkubatoren, zehn Wärmebetten, Infusionspumpen, Gitterbetten, Monitore sowie ein mobiles Röntgengerät, begleiten und vor Ort die Ärzte und Krankenschwestern einweisen.

„Unsere Neugeborenen-Intensivstation wurde fast komplett mit neuer Medizintechnik ausgestattet“, berichtet Oberarzt Dr. Höck, der das Projekt unterstützt. „Daher können wir die alten Geräte, die bis zum Schluss gewartet wurden und noch voll funktionstüchtig sind, dem Hammer-Forum für Eritrea überlassen.“ Vor der Übergabe hat eine Firma für Medizintechnik die Geräte noch einmal kostenlos inspiziert.

Das Hammer-Forum wurde im März 1991 während des 2. Golfkrieges von Ärzten, Krankenschwestern und engagierten Bürgern der Stadt Hamm (Westfalen) ins Leben gerufen. Seit der Gründung hat die Organisation 1600 Kinder im Alter von vier bis 13 Jahren aus Jemen, Irak, Afghanistan, Bosnien, Tschetschenien, Eritrea, Angola, Kosovo, Kongo zur medizinischen Behandlung nach Deutschland geflogen. Die meist schwer kranken oder schwer verletzten Kinder konnten in ihren Heimatländern nicht oder nicht angemessen behandelt werden.

Humanitäre Hilfe kann zwar das Leid der Betroffenen lindern, ein längerfristiges Ziel des Hammer-Forums ist der Auf- und Ausbau von medizinischen Behandlungszentren vor Ort. Dann können mehr Kinder in ihren Heimatländern versorgt werden. Daher hat die Organisation als Hilfe zur Selbsthilfe in einigen Ländern Hilfsprojekte initiiert. Darunter auch in Eritrea, wo eine Neugeborenen-Intensivstation entsteht. Dr. Uebe: „Mit den Geräten können wir dort die Versorgung von Neugeborenen optimieren und ausbauen.“

Die Zentrale in Hamm koordiniert den Einsatz von rund 200 ehrenamtlichen Helfern, darunter Ärzte, Krankenschwestern, Techniker und Handwerker, die regelmäßig zu den Projekten des Hammer-Forums reisen und ehrenamtliche Hilfe leisten. Durch den Aufbau stationärer Einrichtungen sowie durch Aus- und Fortbildung werden gleichzeitig Ärzte und Pflegekräfte vor Ort geschult. Die Organisation finanziert die humanitäre Hilfe vorwiegend aus Geld- und Sachspenden.

Bilder und Quelle: www.helios-kliniken.de/berlin

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