Vier mangelhafte Kindersitze innerhalb einer Testserie –
derartiges war dem ADAC-Testteam seit Jahren nicht mehr untergekommen
Solche Ergebnisse zeigen umso deutlicher, wie wichtig es ist, Sicherungssysteme für die Kleinen zusätzlich zur gesetzlich vorgeschriebenen ECE-Prüfung dem vom ADAC entwickelten Härtetest zu unterziehen. Nur dieser beinhaltet neben einem verschärften Frontal- auch einen Seitencrash.
Exakt daran scheiterten die vier mit „mangelhaft“ bewerteten Produkte. Den Michelin Cockpit (für Kinder von 9-25 kg) traf es beim Frontalaufprall: Sicherheitsrelevante Bauteile brachen, was beim Dummy zu hohen Belastungswerten führte. Erfreulicherweise hat der Hersteller umgehend reagiert: Im Rahmen eines "Rückrufs" werden verkaufte Sitze über die Händler zurück genommen. In der gleichen Gewichtsklasse, diesmal beim Seitencrash, ging dem „Luftikid, einem aufblasbaren Modell, zwar nicht die die Luft aus – mit schweren Verletzungen beim Real-Unfall müsste aber auch hier gerechnet werden.
Dieser Ferrari wäre besser in der Box geblieben: Das Modell „Kids im Sitz Ferrari Teko„ (15-36 kg) versagte im Seitencrash, weil laut Hersteller bei Kindern ab 25 kg die Rückenstütze nicht mehr verwendet werden darf. Gleiches gilt für den IWH Trade Max Vario Max. Solche Beispiele zeigen ganz deutlich, dass auch ältere Kinder vollwertige Sitze mit Rückenstütze und Seitenwangen brauchen. Immerhin ist der Seitenaufprall die zweithäufigste Unfallkonstellation mit einem prinzipiell höheren Verletzungsrisiko als beim Frontalaufprall.
Genug des Negativen: Für jedes Alter und in jeder Gewichtsklasse ermittelten wir Sitze mit dem ADAC-Urteil „gut“. Bei den Babyschalen konnten wir – ein einziges – „sehr gut“ vergeben. Der Pokal geht an den Römer Babysafe Plus Isofix. Solche Ergebnisse wünschen wir uns, im Interesse unserer Kleinen, viel häufiger!
Weitere Informationen zum Thema "Kindersitze" finden Sie auf der Homepage des ADAC!
Quelle: ADAC
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