27. Mai 2008
Berlin - Auch wenn raffinierte Fette in Säuglingsnahrung in der Kritik stehen, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung Eltern, ihre Säuglinge weiter wie gewohnt zu füttern.
Kann eine Mutter nicht stillen, gebe es keine Alternative zur angebotenen Säuglingsanfangs- und folgenahrung, teilt das BfR in Berlin mit.
Die Zeitschrift «Ökotest» hat in ihrer jüngsten Ausgabe auf die zum Teil hohen Gehalte von 3-MCPD-Fettsäureestern hingewiesen und alle Produkte deswegen deutlich abgewertet. Diese Stoffe entstehen bei der Raffinade von Speiseölen und - fetten, die auch Bestandteil von Säuglingsnahrung sind. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass aus einem Großteil der Fettsäureester während der Verdauung freies 3-MCPD entsteht. Das wiederum hat im Tierversuch zu einer Zunahme der Zellzahl in den Nierentubuli, den Kanälen der Niere, und zu gutartigen Tumoren geführt. Man wisse aber nicht, ob die im Tierversuch beobachteten Effekte auch bei Menschen auftreten, so eine Sprecherin des BfR.
Untersuchungen des BfR kamen aber auch zu dem Ergebnis, dass Säuglinge bei normaler Fütterung mit Muttermilchersatz die täglich tolerierbare Aufnahmemenge von 3-MCPD-Fettsäureestern um das 3- bis 20-fache überschreiten. Dem zugrunde lag die Annahme, dass 3-MCPD-Fettsäureester im Körper vollständig in 3-MCPD umgewandelt werden. Deshalb empfiehlt die Behörde zwar, die Gehalte an 3-MCPD-Fettsäureestern in Säuglingsnahrung zu senken.
Von akuten Gesundheitsgefahren geht sie aber nicht aus.
Weitere Informationen finden Sie im
Faktenblatt des DIÄTVERBANDes und der
Stellungnahme zu 3-MCPD-Ester vom Dezember 2007.
Weitere Informationen bietet Ihnen die Homepage des DIÄTVERBAND e.V. unter
www.diaetverband.de
Quelle:
DIÄTVERBAND e.V.
(Bundesverband der Hersteller von Lebensmitteln für besondere Ernährungszwecke e.V)
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