
Keine Flimmerkiste im Kinderzimmer!
Wie viel TV- und Computerkonsum Eltern ihren kleinen Kindern erlauben können
„Vermitteln Sie Ihrem Kind Spaß am echten Leben. Das ist die beste Methode, um Problemen mit dauerndem Fernsehen und Computerspielen entgegenzuwirken“, erklärt Professor Helmut Lukesch, Leiter des Instituts für Experimentelle Psychologie der Universität Regensburg in der neuen Ausgabe des „HausArzt-PatientenMagazins“. Eltern von kleinen Kindern rät Lukesch, einige wissenschaftlich belegte Faustregeln bei der Medienerziehung zu beachten: So sollten Säuglinge und Kinder unter drei Jahren gar nicht fernsehen, Computerspiele kommen frühestens ab vier infrage.
Um die Sprachentwicklung zu unterstützen, sei Vorlesen das Beste. „Es wird ja nicht nur ein Buch gelesen, die Eltern kommen ins Erzählen. So entsteht eine äußerst wertvolle Lernsituation“, erläutert Lukesch. Vorschulkinder ab drei Jahren sollten nicht länger als eine halbe Stunde täglich fernsehen oder vor dem Computer sitzen, für Sechs- bis Zehnjährige liegt das tägliche Limit bei einer Stunde Fernsehen oder Computer.
„Falls Kinder in diesem Alter fernsehen, ist es entscheidend, dass die Eltern das Programm gezielt auswählen und nach der Sendung wieder abschalten.“ Außerdem rät der Medienexperte zu einem Filterprogramm auf dem Computer, das den Zugang zu ungeeigneten Internet-Seiten sperrt. Absolut tabu sollte in eigener Fernseher oder Computer im Kinderzimmer sein. Ebenso das Einschalten der Geräte am Morgen, zum Beispiel vor der Schule, oder kurz vor dem Einschlafen.
Quelle: Wort & Bild Verlag April 2008
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