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Kann denn Hilfe Sünde sein


Kann denn Hilfe Sünde sein?

Zum Jahresanfang 2008 erreichte uns die Nachricht, dass sich die Notfallseelsorge / Krisenintervention Regensburg von Ihrer engagierten Mitarbeiterin Julia von Seiche-Nordenheim getrennt hat. Na frohes NEUES JAHR dachten wir dann! In und um Regensburg – aber auch bei allen Insidern im Land – sprach sich die Nachricht wie ein Lauffeuer herum. Kurz davor gab es Gerüchte, dass sich Wolfgang von Seiche-Nordenheim entschlossen hatte nicht mehr für KIT tätig zu sein. Ups … was war passiert?

Auf unsere sofortige Nachfrage im Hause von Seiche-Nordenheim bat man uns um ein paar Tage Geduld, als wir um ein Interview baten, da man sich dort erst einmal selbst „sortieren und sammeln“ wollte. Genau so waren uns die beiden auch bisher bekannt: Ruhig, überlegt und besonnen. Trotzdem war aus dem Worten von Julia von Seiche-Nordenheim die grenzenlose Enttäuschung, aber auch Wut über das Vorgehen der Verantwortlichen deutlich herauszuhören. Was also brauchte die ansonsten so besonnene und überlegte Lady so aus der Fassung? Ungerechtigkeit?

Was war geschehen? So dass die KIT (Organisation, die von fünf großen Einrichtungen getragen wird; nämlich der evangelischen, der katholischen Kirche, den Maltesern, dem BRK und den Johannitern) zu Maßnahmen greift, die dem Gesamtwerk der Krisenintervention sicherlich mehr schaden, als helfen kann.

Abgesehen davon, dass sich die von Seiche-Nordenheims nicht dafür zu schade sind, an Wochenende, Weihnachten und den Weihnachtsfeiertagen Dienst zu tun, waren auch sie – mit ein paar anderen wenigen – die, die wir z. B. beim Trauergottesdienst für die getöteten Kinder von Unterpfraundorf sahen. Wo waren all die anderen?

Ist der Grund für die allem Anschein nach ungerechtfertigte und haltlose Kündigung von Julia von Seiche-Nordenheim vielleicht gar darin zu suchen, dass ihr Mann der Organisation bereits Tage vorher den Rücken kehrte? Laut inzwischen erfolgter Rücksprache mit Julia von Seiche-Nordenheim hat keiner der der Offiziellen auch nur ein Wort mit ihr gesprochen. Ein Anwalt wurde eingeschaltet und bat um Aufklärung. Fristlose Kündigungen – nach Gut Dünken – gehen wohl – gerade in solchen Fällen – eindeutig zu weit.

Wohin soll das führen? Werden künftig alle engagierten Mitarbeiter im Hause KIT mit Kündigungen versehen, wenn diese ein wenig mehr an Einsatz bringen, als andere? Oder waren Julia und Wolfgang von Seiche-Nordenheim nur „im Weg“, weil durch ihr MEHR an Engagement und Einsatz extrem deutlich auffiel, dass man dieses oftmals in den „Oberen Etagen“ der KIT vermissen musste. Waren sie zu eigenständig, aktiv, zu fortschrittlich im Denken und zu visionär?

Fakt ist, dass wohl zwei kleine schwarze Laternen am 27.12.2007 Auslöser für alles Weitere waren. Diese brachten Julia und Wolfgang von Seiche-Nordenheim mit zum Tauergottesdienst nach Unterpfaundorf. Das war den Verantwortlichen von KIT/NFS (Krisenintervention / Notfallseelsorge) dann scheinbar zu viel. Aber woher wußten diese denn überhaupt von der Aktion, denn selber da waren sie ja allesamt nicht!

Wir fragen uns daher allen Ernstes: Sind Offizielle, die sich ein derartiges Vorgehen erlauben überhaupt in der Lage Organisationen dieser Größe und Verantwortung zu führen? Wir zweifeln es an, denn wer nicht mal in der Lage ist, Gespräche mit seinen eigenen (gesunden) Mitarbeitern zu Stande zu bringen und zu führen, wie will der tatsächlich in Notfällen kompetente Hilfe leisten?

Und wie sollen all die anderen freiwilligen Helfer eine Hilfestellung bieten können, wenn sie jederzeit befürchten müssen, dass sie Morgen die nächsten sind, die ihren Hut nehmen können, wenn es mal wieder im oberen Gebälk irgendwo „zwickt“?

Für alle Betroffenen der nächsten Wochen kann man nur hoffen, dass sich die unschöne Angelegenheit schnellstmöglich zum Wohl der künftigen Opfer auflöst, damit diese nicht OHNE HILFE dastehen.

Eine Stellungnahme und unser Bitte für ein Interview haben wir im Hause KIT/NFS Kund getan. Wir werden Sie weiter informieren, wenn es dazu Neues gibt.

In der Hoffnung, dass nicht die Opfer den scheinbaren Übermut der Verantwortlichen zu tragen haben verbleibe ich als

Ihre Petra Eibl

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