Folsäure – ein Vitamin, das für Sie und Ihr Baby jetzt lebenswichtig ist!
Folsäure gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen der B-Gruppe. Dies wird Ihnen vermutlich nicht allzu viel sagen, will aber bedeuten, dass diese Vitamine leider zu einem Großteil verloren gehen, wenn Sie zu lange gewaschen, in Wasser gekocht oder grundsätzlich gewässert werden. Folsäure ist ein lebenswichtiges Vitamin, welches für die Zellteilung notwendig ist. Somit ist Folsäure zwangsläufig nötig, wenn es um Entwicklung und Wachstum eines neuen Erdenbürgers geht. Hauptsächlich kümmert sich das Vitamin Folsäure um die Bildung und Entwicklung von Schleimhäuten und Blutkörperchen. D. h. Folsäure hilft Ihnen, die genetischen Erbinformationen entsprechend zu den einzelnen Zellen zu transportieren.
Bei einem Fötus bilden sich bereits ca. 25 Tagen nach Empfängnis (der Zeitpunkt kann zwischen dem 22 und 28 Tag liegen) Gehirn und Rückenmark. Die Entwicklung des Rückenmarks und der Wirbelsäule erfolgt aus einer flachen Zellmasse, deren Ränder sich schließen und ein Rohr bilden. Ist dieses Neuralrohr nicht richtig ausgebildet, so liegt das Rückenmark frei. Es kann im schlimmsten Fall zu Lähmungen der Beine, Inkontinenz oder Hydrocephalus (im Volksmund als „Wasserkopf“ bekannt) kommen. Leider kommt es aber zu diesen Zeitpunkt durchaus vor, dass werdende Mütter noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind, daher keine Folsäure zu sich nehmen und somit eine Unterversorgung in diesem Bereich haben.
Studien (Ernährungswissenschaftliche Untersuchungen) belegen einen positiven Einfluss von Folsäure auf den Verlauf der Schwangerschaft auf die Entwicklung des Ungeborenen. Der erste Schritt, um Ihren Körper mit Folsäure zu versorgen ist eine ausgewogene Kost. Diese sollte aus frischen Produkten zubereitet werden. Folsäure findet sich in frischen Salaten (Endivien), Leber, Nüssen, Bierhefe, Broccoli, Fenchel, Tomaten, und Getreidekernen. Auch in vielen Gemüse- und Obstsorten (vor allem den grünen, z. B. Avocado) und Kartoffeln, Fleisch, Milch und Vollkornprodukten ist Folsäure vorhanden.
Leider ist es heutzutage fast immer der Fall, dass der Folsäurebedarf einer nicht schwangeren Frau nicht ausreichend gedeckt ist; ein Folsäuremangel besteht. Zudem wird Folsäure bei bestehender Schwangerschaft schneller ausgeschieden. Es versteht sich daher von selbst, dass – nachdem eine werdende Mutter und Ihr Baby – einen erhöhten Bedarf an Folsäure haben, dieser nun erst Recht nicht mehr in ausreichendem Maße vorhanden ist. Daher ist es nötig, dass – am besten vor Schwangerschaft – dem Körper täglich Folsäure zugeführt wird, um eine ausreichende Menge zu gewährleisten. Dies geschieht meist in der Form, dass eine Folsäureprophylaxe zur Einnahme empfohlen wird. Leere Folsäuretöpfe lassen sich leider nicht von heute auf morgen füllen. Es bedarf einer Vorlaufzeit; dies gilt es bereits zu bedenken, wenn Sie den Kinderwunsch hegen.
Gründe, die für den Folsäuremangel verantwortlich sein können, sind u. a. die Einnahme von Medikamenten (z. B. die Pille). Auch regelmäßiger Zigaretten- und Alkoholkonsum kann zum Folsäuremangel führen; ebenso wie Störungen im Magen-/Darmbereich. All dies sind Faktoren, die ggf. die Aufnahme von Folsäure stören und daher für die Unterversorgung verantwortlich gemacht werden können.
Wir bitten Sie daher, liebe werdende Mama, oder „Kinderwunsch-Mama“, Ihre Folsäurebatterien so bald als möglich und vor allem so konstant wie möglich aufzuladen, damit schnellstmöglich das Höchstmaß erreicht werden kann. Wie bereits erwähnt: allein der Kinderwunschgedanke macht die Auseinandersetzung mit dem Vital Folsäure nötig.
Eine Unterversorgung durch Folsäure kann folgende Auswirkungen haben: Probleme mit der Verdauung, Blutarmut, aber auch Schleimhautveränderungen. Leider wird oftmals auch eine Unterversorgung mit Folsäure bei der Mutter für Aborte verantwortlich gemacht. Beim ungeborenen Kind führt Folsäure evtl. zu Störungen in der Entwicklung des zentralen Nervensystems. D. h. es kann zu Neuralrohrschädigungen (Missbildungen) kommen.
Bzgl. der nötigen Menge an Folsäure und der durchaus verschiedenen Produkte am Markt, auch in verschiedenen Stärken und Zusammensetzung, bitten wir Sie dies mit Ihrem Arzt zu klären und abzusprechen. Fakt ist, dass sich die benötigte Menge an Folsäure während der Zeit der Schwangerschaft von ca. 300 auf 600 µg täglich verdoppelt. Daher raten alle Gynäkologen während der Schwangerschaft zur Unterstützenden Einnahme von Folsäurepräparaten.
Sprechen Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt, da er Ihnen sagen kann, in welcher Dosierung das Produkt angewandt werden soll. Erhältlich sind Folsäurepräparate in Ihrer Apotheke oder Drogerie.
© pe/babypartner
|