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Rettungsteddy!


Liebe Eltern! 

Ihr Kind kommt ins Krankenhaus — der Notarzt, Ihr Hausarzt oder der Rettungsdienst hat entschieden, dass dies das Beste für Ihr Kind ist. 

Vieles stürmt jetzt auf Sie ein. Gleichzeitig wollen und sollten Sie einen klaren Kopf behalten, um nichts zu vergessen oder zu übersehen. Die nachstehenden Anregungen helfen Ihnen, den Überblick zu behalten. Ihr Kind hat zum Trost und zum Festhalten hoffentlich einen STERNSCHNUPPE-Rettungsteddy® bekommen. Der wichtigste Halt für Ihr Kind aber sind Sie!
 

Die nachstehenden 10 Bitten können Ihnen eine Orientierungshilfe sein

Vorbereitung —  besser als Vermeidung 

Machen Sie Ihr Kind rechtzeitig, seinem Alter entsprechend mit den Themen «Krankenhaus« und “Rettungsdienst« vertraut. Dies nimmt die Angst vor dem Ungewissen. Nutzen Sie “Tage der Offenen Tür" von Kinderkrankenhäusern, verwenden Sie einen Spielzeug-Arztkoffer oder animieren Sie Ihre Kindergartenleitung, einen Rettungswagen anzuschauen. Legen Sie Wert darauf, dass in Ihrem Umfeld und auch von Ihnen selbst nur positiv über Ärzte, Behandlungen und Krankenhäuser gesprochen wird. 


Ehrlichkeit — besser als Verharmlosung 

Bereiten Sie Ihr Kind auf eventuell schmerzhafte Behandlungen vor. Durch ein Verharmlosen oder Verschweigen riskieren Sie den Vertrauensverlust des Kindes in Sie als Mutter oder Vater, aber auch in den Arzt oder das Pflegepersonal. Dies erschwert unter Umständen die notwendige Therapie. 


Ruhe — besser als Hektik 

Behalten Sie die Nerven, denn die Situation ist, wie sie ist und muss bewältigt werden. Atmen Sie tief durch. Sie wissen, dass Ihr Kind aufgrund seiner hohen Sensibilität spürt, falls Sie den Boden unter den Füssen verlieren. 


Taktik der kleinen Schritte — besser als Überrumpelung 

Nehmen Sie Ihr Kind während der Untersuchung bzw. Behandlung auf den Schoß. Erklären Sie oder der Arzt ihrem Nachwuchs die kommenden Maßnahmen. Derart vorbereitet, trägt Ihr Kind die nächsten Schritte besser mit. 


Regeln — besser als impulsives Handeln 

Sie sind der "Erfahrungs-Experte" für Ihr Kind. Informieren Sie die Ärzte und das Pflegepersonal im Krankenhaus unbedingt über Gewohnheiten & Eigenheiten, Vorlieben & Abneigungen Ihres Kindes. Im Gegenzug lassen Sie sich über Regeln im Krankenhaus aufklären. Damit können Missverständnisse bereits im Vorfeld vermieden werden. 


AIleinsein — das Schlimmste 

Sollten Sie nicht die ganze Zeit im Krankenhaus bleiben oder dort übernachten können, dann ist es sehr wichtig, Ihrem Kind das Lieblings-Spielzeug (möglichst ein Kuscheltier) mitzugeben. Damit hat es etwas Vertrautes, das z.B. beim Einschlafen hilft, zugleich eine Beziehung nach Zuhause darstellt und so emotionale Sicherheit, aber auch Geborgenheit bedeutet. 


Unterstützung — bedeutet Entlastung 

Denken Sie in dieser belastenden Situation auch an sich selbst und aktivieren Sie Ihr “soziales Netzwerk". Akzeptieren Sie z. B. Unterstützung durch Großeltern, Freunde oder auch eventuell durch Geschwisterkinder. Die "wohldosierte" Aufgabenverteilung gibt Ihnen Entlastung und Ihren gesunden Kindern und Angehörigen das Gefühl, in dieser Situation nicht ausgeschlossen zu sein. Somit auch ein wenig Hilfe leisten zu können. Erfolgreich bewältigte Problemsituationen stärken die Familienbande enorm!


Einfühlungsvermögen — besser als Beharrungsvermögen

Das gesamte Personal des Krankenhauses will mit all seiner Erfahrung, seinem Wissen nur das Beste für Ihr Kind. Bedenken Sie daher bitte: Sie befinden sich in einer Ausnahmesituation! Ärzte und Pflegekräfte befinden sich an ihrer Arbeitsstelle und gehen dort ihrem berufsbedingten Rhythmus nach. Überlegen Sie sich, ob Sie ein Anliegen genau jetzt, z. B. während der "Übergabe", vorbringen müssen oder ob dies nicht auch Zeit hat bis die "Übergabe" abgeschlossen ist. 


N
achsicht
— besser als Strenge 

Ein Krankenhausaufenthalt ist für die ganze Familie eine Ausnahmesituation. Ihr krankes Kind reagiert anders als “normal"; ist müde und kann sich schlecht konzentrieren. Auch Ihr Partner und die Geschwisterkinder sind ein wenig aus der Bahn geworfen. Seien Sie daher nachsichtig, wenn nicht alles so läuft, sich nicht alle so verhalten, wie Sie es erwarten. Sprechen Sie Ihre Erwartungen deutlich aus. Das erleichtert vieles! Am meisten Nachsicht aber haben Sie bitte mit sich selbst. 


Die »Summe« all dieser Bitten ergibt die 10. Bitte — die Bitte um  V E R T R A U E N

• in das Können und die Motivation des medizinischen, aber auch pflegerischen Personals
• in die Belastbarkeit Ihres familiären, aber auch sozialen Netzwerkes
• in Ihre eigenen Fähigkeiten der Problembewältigung; und nicht zuletzt
• in die Stärke Ihres hoffentlich bald wieder gesunden Kindes


Gerne stehen wir Ihnen zur Seite, wenn es heißt:
«MEIN KIND MUSS INS KRANKENHAUS« 
STERNSCHNUPPE e.V. 

Mit freundlicher Genehmigung des
AKIK Bundesverband e. V. 
www.akik.de 

Auch bei weitere Fragen sind wir gerne für Sie da:
STERNSCHNUPPE e.V. ®
Verein zur Versorgung kleiner Patienten
Harzstrasse 34 a 1 93057 Regensburg 
Tel. +49 941 62767 
Fax +49 941 67206 
Mobil +49 172 86 21 966 
www.sternschnuppe-ev.de

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