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Baby drängelt


Woran erkennen Sie, dass Ihr Baby nicht mehr warten will?

Viele Frauen treffen die Wahl ihrer Geburtsklinik nach der deren Lage. Vor allem, wenn es sich um das erste Kind handelt, sind viele werdende Eltern unsicher, greifen zur „naheliegendsten Möglichkeit“ und nehmen dafür sogar manchmal in Kauf, dass der eigene Gynäkologe nicht dabei ist. Die Entfernung zur Klinik soll möglichst gering sein, der Weg in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen!

Hinter derartigen Entscheidungen steht meistens die Sorge der Eltern, dass man es vielleicht nicht mehr rechtzeitig bis zur Klinik schafft, wenn es losgeht. Regelmäßige Berichte in Funk und Fernsehen tun das ihre, um es vor allem werdenden Müttern noch schwerer zu machen hier eine für sie passende Lösung zu finden. Immer wieder hört man Nachrichten, dass ein Baby das Licht der Welt in einem Auto erblickt hätte.

Liebe werdende Eltern, wir bitten Sie ….
.. machen Sie Sich wegen der Entbindung nicht verrückt. Und vor allem! LASSEN SIE SICH NICHT VERRÜCKT MACHEN! Die v. g. Ängste sind in den meisten Fällen völlig überflüssig. Nur ausgesprochen selten geschieht es, dass Babys wirklich nicht mehr bis zum Kreißsaal warten wollen und die Rückbank des Autos vorziehen.

Statistiken belegen, dass Eltern viel eher zu früh in der Klinik ankommen, als dass sie zu spät erscheinen. Oftmals ist dieses Verhalten dann mit einer langen Wartezeit im Krankenhaus verbunden und gelegentlich entscheidet das Klinikpersonal sogar, dass es besser ist, wieder nach Hause zu fahren!

Werdende Mütter sind in den letzten Tagen vor dem Geburtstermin sehr wachsam und achten sehr deutlich auf ihre Körpersignale. Sie reagieren auf Druck im Bauch und einen schmerzenden Rücken wesentlich sensibler, als dies noch vor 4 Wochen der Fall gewesen wäre. Eine völlig normale Reaktion! Vor allem dann, wenn es das erste Baby ist!

Viele Frauen haben in den letzten Tagen vor der Geburt „Vorwehen“. Diese Vorwehen sind sehr unregelmäßig, verstärken sich nicht und sie verspüren sie eher im oberen Teil ihres Bauches. Viele Hebammen raten daher, um auf Nummer sicher zu gehen: Baden sie warm! Denn das warme Wasser entspannt ihren angespannten Körper und die „Vorwehen“ lassen umgehend nach. Falls es sich um richtige Geburtswehen handelt, dann werden diese stärker. Leicht zu erkennen, nicht wahr?

Weitere Anzeichen, auf die Sie achten sollten, wenn Sie mit der Geburt Ihres Sprösslings rechnen, sind:

  • wenn das Fruchtwasser zu tropfen beginnt, oder die Fruchtblase platzt (eher selten, dass es passiert, dass die Fruchtblase platz und in einer Art Wasserfall abgeht! Normalerweises beginnt das Fruchtwasser leicht zu tröpfeln)

  • wenn der Schleimpfropfen abgeht (d. h. der Schleimpfropf, der den Muttermund verschlossen hat, er löst sich. Dieser Schleimpfropf kann ganz unterschiedlich aussehen, z. B. glasklar, oder milchig usw. – auch hier gibt es keinen Grund zur Unruhe! Nicht jeder Körper ist gleich, nicht jeder Körper reagiert identisch!)


Wenn das Fruchtwasser abgeht, dann ist es natürlich Zeit in die Klinik zu fahren! Ohne Hektik – Sie haben noch genügend Zeit, nichts drängt Sie! Bleiben Sie ruhig! Informieren Sie Ihren Frauenarzt und Ihre Hebamme über den aktuellen Stand, sie wissen sicherlich was Sache ist.

Geburtswehen erkennen Sie, da diese – wie bereits gesagt – im Gegensatz zu den Vorwehen in einem gleichmäßigen Muster erscheinen. Zwar empfindet jede Frau dieses Gefühl der Wehen anders (mal zieht es mehr im Bauch, mal drückt es mehr im Rücken …), jedoch ist eines immer gleich. Geburtswehen geben einen Rhythmus ab. Ja, sie sind rhythmisch. Es ist immer das gleiche! Sie beginnen langsam, werden stärker, erreichen den Gipfel und fallen wieder ins Tal. Dieses Spiel wiederholt sich. Die Abstände zwischen den einzelnen Wehen werden kürzer!

Wehen, die für das Öffnen der Gebärmutter zuständig sind, sie kommen in einem Abstand von ca. 45 – 60 Sekunden. Fragen Sie die Hebamme ihres Vertrauens, wann sie Ihnen rät, sich auf zur Klinik zu machen. Achten Sie auf die Zeitabstände der Wehen und zählen Sie ggf. die Sekunden mit (das beruhigt Sie in diesem Augenblick auch etwas) – oder stoppen Sie die Zeit mit der Uhr.

Achten Sie auf Ihre Intuition. Ihr ureigener Instinkt sagt Ihnen rechtzeitig, wann es Zeit ist, aufzubrechen! Fühlen Sie in sich hinein, werden Sie nicht hektisch, behalten Sie Ruhe und bleiben Sie gelassen!

Wenn Sie glauben, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um sich in Richtung Klinik auf den Weg zu machen, dann tun sie das. Allein dieses Gefühl gibt Ihnen Sicherheit!

Ach ja, … Und herzliche Grüße an den werdenden Papa ….
ER SOLL NICHT NOCH NERVÖSER SEIN ALS SIE!
ALLES GUTE ….und schnelles Gelingen!

Herzliche Grüße!

Ihr babypartner-Team!

 © babypartner, 2006

 

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