Der Grundsatz:
Es gibt keine Leistungserwartung, es zählt ausschließlich der Spaß am Tun!
Und: Kinder dürfen – Eltern müssen (mitmachen)!
Das Zeitfenster zum Erlernen eines Instrumentes liegt zwischen 3 und 12 Jahren.
Musik verbindet und ist ein wichtiger Bestandteil in allen Kulturen.
Musik setzt starke Impulse für das Zusammengehörigkeitsgefühl.
Musikgarten allgemein:
„Musikgarten – gemeinsam musizieren“ gibt es seit mehr als 10 Jahren und ist ein musikpädagogisches Konzept, das Kinder ab dem Säuglingsalter zum Musizieren anregt.
Durch musikalische Kinderspiele, Tänze und durch das gemeinsame Singen können die Kinder ohne vorgegebene Leistungserwartungen die eigene Stimme und ihren Körper entdecken. 
Einfache Instrumente wie Klanghölzer, Glöckchen, Rasseln oder Trommeln führen das Kind in die Welt der Klänge und bauen erste Berührungsängste ab.
Das Konzept kommt ursprünglich aus Amerika, die Autorin des deutschen musikpädagogischen Konzeptes ist Frau Dr. Lorna Lutz Heyge.
Nicht nur in Deutschland wird nach dem Musikgarten-Konzept gearbeitet, auch in Österreich, der Schweiz, Amerika, Kanada, China, Malaysia, Südafrika, Südkorea und Taiwan.
Musikgarten besteht aus drei Phasen:
Babygarten: 0-1
Phase 1: 18 Monate bis 3 Jahre und
Phase 2: 3 bis 5 Jahre
Konzeptionell ist der Musikgarten für Kinder mit ihren Eltern ausgelegt.
Beim Musikgarten werden alle Sinne spielerisch sensibilisiert und gefördert:
Kienästhetische Sensibilisierung (Bewegungssinn):
Zum Beispiel: Drehen, Hüpfen, Schaukeln usw.
Auditive Sensibilisierung – (Hörsinn)
Zum Beispiel: Laut – Leise, Schnell – Langsam, aus welcher Richtung kommt ein Geräusch usw.
Visuelle Sensibilisierung – Bildkarten (Phase 2)
Aber nicht nur die Sensibilisierung der Sinne, die Verknüpfung der Hemisphären und die motorischen Entwicklungen werden beim Musikgarten gefördert. Das Gruppenerlebnis ist ein wichtiger Faktor, gemeinsames Erleben von Musik (Musik machen und hören), sich zur Musik bewegen - in der Gruppe und einzeln und das Abbauen von Hemmschwellen (vor der Gruppe etwas machen) sind nur einige wenige positive Effekte, die die musikalische Frühförderung mit sich bringt. Auch der Spaß am aktiven (selbst) Gestalten von Musik.
So sieht eine Musikgarten-Stunde aus:
Wöchentlich treffen sich ca. 8 Kinder mit ihren Eltern zum gemeinsamen Singen, Klatschen, Tanzen und Musizieren.
Unter anderem werden einfache Instrumente wie Rasseln, Glöckchen und Klanghölzer verwendet.
Es kommen aber auch Tücher, Trommeln, allgemeine Rhythmus-Instrumente, Klangstäbe, Seil, Reifen…. und vieles mehr zum Einsatz.
Eine Musikgarten Stunde dauert zwischen 35 und 45 Minuten
Wiederholung ist ein wichtiger Aspekt in allen Lernsituationen. Eine Aktivität (Lieder, Reime, Tänze) wird drei oder vier Stunden (öfter) hintereinander wiederholt.
Pädagogischer Hintergrund:
Alle Kinder sind musikalisch, das ist eine naturgegebene Veranlagung. Kinder haben die angeborenen Fähigkeiten zum Singen und zur rhythmischen Bewegung, diese werden mit der musikalischen Frühförderung geweckt und gefördert.
Musizieren bildet im Gehirn völlig neue Zusammenhänge - beide Gehirnhälften arbeiten intensiv zusammen. Die aktive Beschäftigung mit Musik bewirkt, dass sich das Gehirn ganzheitlicher entwickelt – wodurch sich nachweislich die Leitungsfähigkeit aller seiner Bereiche erhöht.
Ein Verzeichnis der MG-Lehrer und weitere Infos findet man unter http://www.musikgarten.info/
© Familienzentrum Haag, 2007
|